tilmanziegler.com | The Davidsons

 

Introduction

My grandmother Maud Lee Williams was born in Birkenhead, UK, in 1885.

She loved music and arts and in particular admired Beethoven and Bach. She left England with the intention to study German and French. In Germany, she became a close friend of two Davidson sisters who ran a boarding school in Darmstadt at that time. In their house or on a visit to Koblenz she met their cousin Eduard von Davidson, a son of Lieutenant-General Eduard von Davidson and his wife Luise née Parcus. The Davidson ancestors had emigrated from Scotland to Western Prussia in the early 17th century. The picture shows the family of General Lieutenant von Davidson with young Eduard on the left.

My grandfather Eduard von Davidson served as Lieutenant Commander in the German Navy during World War I. Their eldest son Detlev – my uncle – died in command of a JU 88 Bomber over the Bristol Channel in an operation against his mother’s homeland in August 1940. Our family history illustrates the tragic absurdity of the fratricidal European wars in the 20th century.

This family report is dedicated to my uncle Detlev von Davidson. If Detlev hadn´t been the link, the Zieglers and the Davidsons could never have connected. His sister Gisela and his friend Jürgen Ziegler married in 1942. Thank you, Detlev, for bringing my parents together!

 


Familienbild Gen.Lt. von Davidson

Das ca. 1898 entstandene Bild zeigt die Familie von Generalleutnant Eduard Friedrich August Theodor und seiner Frau Luise Margarete von Davidson, geb. Parcus. Die „Großmama“ meiner Mutter war vierzehn Jahre jünger als Großpapa (1840-1922). Links im Bild Eduard (1886-1939), der spätere Vater meiner Mutter Gisela und ihrer Geschwister Gunda, Detlev, Heinz und Erik. Rechts neben Eduard steht Hans, der als aktiver Offizier an der Niederschlagung des Herero-Aufstandes in Deutsch-Südwest teilnahm. Er war unverheiratet und fiel im Oktober 1914 an der Westfront. Neben ihm Karl, der Kaufmann wurde und einige Jahre in Daressalam lebte. Er starb 1909 noch zwei Monate vor der Geburt seiner einzigen Tochter Tilla unter mysteriösen Umständen. Weiter rechts Else, die einen Dr. Gatzky aus Wuppertal heiratete, mit dem sie mehrere Jahre in Alexandrien lebte. Später lebten sie in Hösel, er war Leiter eines Hospitals in Wuppertal. Sie hatten drei Töchter, von denen zwei taubstumm waren. Neben Else steht August, der später Anwalt in Koblenz wurde. Er hatte vier Kinder: Hans, Hilda, Emma und Liesel. Seine Frau starb bei der Geburt von Liesel, später heiratete er in zweiter Ehe Elfriede Remy. August von Davidson starb 1950. Sitzend von links nach rechts Loose, Max, Großmama, Großpapa und Grete. Loose hieß eigentlich Emilie Franziska Luise, wurde aber in der Familie nur (Tante) Loose genannt. Sie blieb unverheiratet, war jahrzehntelang im Arbeitsamt in Dessau tätig und nahm sich 1944 der schon neunzigjährigen Großmama an, die im August 1945 bei ihrer Enkelin Margaret, der einzigen nicht taubstummen Tochter von Else, in Erfurt starb. Loose selbst starb 1952. Max war der jüngste Bruder meines Großvaters. Er hatte ständig Geldsorgen und ging für... mehr lesen

Archiv-Davidson

Erik von Davidson (with kind authorization of The Clan Davidson Association, UK) The Scots in Germany Hans von Davidson (with kind authorization of The Clan Davidson Association, UK) Heinz von Davidson (with kind authorization of The Clan Davidson Association, UK) New Davidson Discoveries (with kind authorization of The Clan Davidson Association, UK) Book Review Gunda Davidson (with kind authorization of The Clan Davidson Association, UK) DANIELIS DAVISSON. Väterliche Ermahnung an seine liebe Kinder, so geschrieben in A°.... mehr lesen

Von Schottland nach Westpreußen

Die Davidsons entstammen dem Clan Dhai in Schottland. Andreas Davison, geboren 1591 in Edinburgh, wanderte 1606 nach Westpreußen aus. Die alte Hansestadt Danzig war eine freie Stadtrepublik, die aus eigenem Entschluss politisch zu Polen-Litauen gehörte. Das reformierte Danzig hatte im 16. Jahrhundert neben mennonitischen Einwanderern aus Friesland und den Niederlanden auch viele calvinistische Schotten angezogen, die in Danzig eine starke Gemeinde bildeten. Als Polenkönig Stephan Batory die Privilegien der Stadt Danzig 1577 mit Gewalt einzuschränken versuchte, heuerte Danzig zur Verteidigung auch ein schottisches Regiment mit 700 Mann an. Nach erfolgloser Belagerung musste Stephan Bathory abziehen und die Privilegien der stolzen Stadt bestätigen. Danzig entwickelte sich zum Haupthafen von Polen-Litauen und war bei Ausbruch des dreißigjährigen Krieges wichtigster europäischer Umschlagplatz von Brotgetreide. Andreas Davison erhielt in der schottischen Gemeinde in Danzig Ausbildung und Anschluss. Nach sechsjähriger Lehrzeit und drei Gesellen- oder Wanderjahren gründete er sein eigenes Geschäft. Die Schotten verstanden sich auf das Tuchmacherhandwerk. Der Vater Jakobus Davison mag als Besitzer von Aikinkamper und Ardmekrone in Aberdeenshire zahlreiche Schafe gehalten haben und das Interesse der Familie an Handelsverbindungen und am Absatz ihrer Wolle könnte ein Grund gewesen sein, Andreas nach Danzig in die Lehre zu schicken. Andreas Davison starb 1662 in Zamosc/Polen. Ein Sohn des Einwanderers war Daniel Davisson, geb. am 8. Februar 1647 in Zamosc, der sich 1682 in Danzig ansiedelte. Die von ihm verfasste Chronik aus dem Jahr 1698 ist in der Stadtbibliothek Danzig erhalten. Daniel Davisson muss recht wohlhabend gewesen sein, seine Tochter erhielt zu ihrer Hochzeit mit John Clerk eine für damalige Verhältnisse sehr stattliche Mitgift von 25.000 Gulden. Die calvinistischen Schotten waren sehr wohltätig; Daniel... mehr lesen